Gefährlichkeit für Menschen – der NINA-Report 2002-2020

Wölfe sind für Menschen gefährlich. Weltweit kommt es immer wieder zu tragischen Vorfällen. Nur ein Bruchteil davon gelangt an die Öffentlichkeit, die Dunkelziffer ist gross. In Gebieten mit hohem Wolfsdruck passen sich die Menschen bereits an, gehen nur noch bewaffnet aus dem Haus, und lassen Kinder nicht mehr alleine nach draussen. Sonst gäbe es wohl noch viel mehr Fälle. Die Wolfslobby versucht mit allerlei unlauteren Tricks diese Fakten unter den Teppich zu kehren. Und nimmt in Kauf, dass wir zugunsten der Wölfe die Natur nicht mehr unbeschwert geniessen können.

Das neuste Beispiel dazu ist der sogenannte NINA-Report – durchgeführt vom Norwegian Institute for Nature Research – für den Zeitraum 2002-2020, der im Auftrag von WWF und NABU erstellt wurde. Eigentlich war das Ziel des Reportes, alle aktuellen, weltweiten für Menschen bedrohlichen Wolfsbegegnungen zu sammeln. Ein Blick in die Auflistung zu den EU-Staaten zeigt jedoch lediglich sechs Vorfälle in 9 Jahren. Angesichts der mancherorts schon fast täglich vorkommenden unheimlichen Begegnungen mit den Raubtieren ist das doch eine überraschend tiefe Zahl. Bereits nach kurzer Recherche stellte sich denn auch heraus, dass es viel mehr Fälle sind. Und die Autoren ungerechtfertigterweise etliche schwerwiegende Vorfälle einfach aussortierten. In Kürze hatten wir mehr als 40 Vorfälle beisammen, anstatt nur der sechs im NINA-Report verzeichneten.

Dies ist nicht weiter verwunderlich. Denn die Anzahl der Vorfälle korreliert mit der Wolfsdichte. In vielen EU-Staaten – wie Rumänien oder Bulgarien – leben heutzutage mehr als 4’000 bzw. 2’500 Wölfe. Und so kommt es zu etlichen, auch gravierenden Vorkommnissen. Doch davon ist im NINA-Report nichts zu lesen.

Unser ausführlicher Review zum NINA Report ist hier zu finden:
Nina Report 2021 Review

Leider sekundieren die Medien einmal mehr die permanenten Verharmlosungen der Wolfs-Lobby. Nicht selten werden voreilig Hunde als Täter präsentiert, oder es wird überhaupt nicht berichtet. Letzteres belegt eindrücklich eine wissenschaftliche Studie aus Alaska. Auf einen publik gewordenen Vorfall wurden mit aufwändiger Recherche sage und schreibe 39 nicht öffentlich gemachte Vorfälle zu Tage gefördert. Dies für einen Zeitraum von rund 30 Jahren. Berücksichtigt man diese hohe Dunkelziffer, so dürften es in Tat und Wahrheit mehr als 440 für Menschen bedrohliche Vorfälle alleine in den EU-Staaten nach 2002 gewesen sein.

PS: Aus meiner Kindheit unvergessen sind die unbeschwerten Stunden im Wald. Da haben wir ganze Nachmittage lang Heidelbeeren oder Pilze gesammelt, oft weit entfernt von den Erwachsenen. Dürfen unsere Kinder heutzutage so etwas nicht mehr erleben? Wollen wir wirklich, dass unsere Kinder in einer Hors-Sol-Umgebung aufwachsen müssen, damit sie nicht vom Wolf gefressen werden ?

Ein Kommentar

  1. Christoph said:

    Der NINA Report ist eine Auftragsarbeit von Wolfsbefürwortern und für Wolfsbefürworter.
    Es geht darum den Wolf ideologisch korrekt als möglichst ungefährlich darzustellen und diesem Auftrag kommt der Report nach.

    Es ist eine Unterschied, ob wertneutrale Forschung betrieben wird oder ob Wissenschaft zielgerichtet zur ideologischen Untermauerung feststehender Standpunkte instrumentalisiert wird.

    10. März 2022
    Reply

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