Im Tal der Tränen

Unsere Kulturlandschaft war über 130 Jahre lang frei von Wölfen. Inzwischen leben aufgrund des völlig unnötigen, rigorosen Schutzes über 150 Wölfe in der Schweiz. Sie vermehren sich ungehemmt, und unnatürlich erfolgreich. Ein menschengemachtes Desaster für die Weidetiere. Denn die rasante Ausbreitung kollidiert nicht nur mit verschiedenen gesellschaftlichen Interessen, sondern offensichtlich auch mit dem Schweizer Tierschutz. Letztes Jahr starben hierzulande gemäss offiziellen Zahlen mehr als 800 Tiere einen äusserst qualvollen Tod. Die tatsächlichen Opferzahlen dürften mindestens um den Faktor 2 höher sein. Tendenz steigend. Die bevölkerungsreichen Stadtgebiete dominieren beim Thema Wolf ungebührlich die bevölkerungsärmeren Landgebiete in existenziellen Fragen. Das unterhölt und gefährdet letztlich auch den Landesfrieden.

Mit freundlicher Genehmigung von M. Thireaux

Schockierend in der ganzen Kontroverse um die Ansiedlung der Wölfe ist, wie sehr die grausamen Qualen der angefallenen Haustiere von den Wolfsbefürwortern ignoriert, oder mit zynischen Bemerkungen abgetan werden. Die Befürworter sind ja nicht selten selber Tierhalter, mit Hund oder Katze. Oder es sind gar Tierschützer vom VgT, Peta, oder vom Schweizer Tierschutz. Menschen, die sich explizit für das Wohl von Nutztieren engagieren. Des weiteren gehören alle Umweltverbände zum Pro-Wolf-Lager. Die dort tätigen Biologen sollten doch eigentlich auch tierlieb sein.

Wenn die Tierhalter die Befürworter darauf aufmerksam machen, wieviel Leid ihre Tiere, und auch sie selbst durch die Wolfsrisse erfahren, dann bekommen sie viel zu oft Sätze wie „Der Wolf frisst halt Fleisch, und keine Spargeln“, „Das ist Natur.“ , „Ob die Schafe jetzt im Schlachthof sterben, oder vom Wolf gefressen werden, wo soll da der Unterschied sein?“, „Die werden ja entschädigt, wo liegt da das Problem?“ “Ihr schützt eure Tiere nicht, selber Schuld“ zu hören. Erwin Kessler, der VgT-Gründer, äusserte sich einmal besonders zynisch, Zitat: „… Die paar Schafe, die der Wolf gerissen hat, sind dagegen völlig vernachlässigbar.“ All diese Aussagen zeugen von einer abgrundtiefen Verachtung gegenüber den Opfern. Einfach nur unglaublich unmenschlich und pervers sind diese Äusserungen.
Unfassbar ist auch, dass unsere staatlichen Behörden aktiv das Schweizer Tierschutzgesetz unterminieren. Einerseits, indem sie grundlos den hohen Schutzstatus der Wölfe aufrecht erhalten, und so die ungehemmte Vermehrung weitergeht. Und andererseits, weil sie Gesetzesartikel verfassen, die dem Tierschutz diametral entgegen stehen. 10 Schafsleben sind gemäss dieser Zyniker 1 Wolfsleben wert.

Die Tierhalter und ihre Tiere befinden sich auf einem langen Weg im Tal der Tränen. Dabei wäre die Lösung für alle so einfach. Wie schon unsere Vorfahren wussten: Grossraubtiere gehören nicht in unsere intensiv genutzte Kulturlandschaft. Sie gehören in eine von jeglicher Zivilisation abgeschiedene Wildnis, wo die Regeln der Natur auch für das Wildtier Wolf gelten. Dort können sie ungestört leben, ihre Art wird ganz sicher nicht aussterben. Das haben die letzten 100 Jahre ja bewiesen. Der vernachlässigbare Beitrag der kleinen Schweiz zur Gesamt-Population der Wölfe rechtfertigt nie und nimmer die Qualen von Mensch und Tier!

Ein Kommentar

  1. Christoph said:

    Art 7 der Bundesverfassung: Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen.

    Eine Gruppe von Übermenschen, die meint besser zu wissen was richtig ist, entscheidet sich für den Wolf. Um eine Mehrheit zu schaffen werden Stadtmenschen belogen und benutzt.
    Die Übermenschen wollen die Macht über Landbesitz, der legal den Landwirten gehört. Die Übermenschen wollen dort Natur=Wolf nach ihrer Vorstellung verwirklichen.
    Ob der Landwirt damit einverstanden ist spielt keine Rolle, wie es ihm mit seinen toten Tieren geht spielt keine Rolle. Ob er wegen des Wolfes nicht schlafen kann, ist egal. Wie der Bauer seinem Kind erklärt, dass dessen Schaf tot ist, wen juckts.
    DU bist ein Mensch zweiter Klasse, sagt der Übermensch.

    14. Oktober 2021
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