Wander- und Gänsegeierland ?

1. Es lebe der Geier

Im Beitrag „Diabolischer Schachzug – die Aussetzung von Bartgeiern“ haben wir die damit verbundenen möglichen weiteren „Ziele“ der Wolfsfreunde angesprochen. Kürzlich haben wir von Herrn Georges Stoffel erfahren, dass sich neuerdings regelmässig während der Sommermonate gefährliche Gänsgeier in der Schweiz tummeln. Die stürzen sich in grosser Zahl nicht nur auf tote, sondern auch auf lebende Wesen, und hacken letztere dann zu Tode (siehe Punkt 2, unten). Schon wie im Horrorfilm 🙁

Alle Geier sind bei den Raubtierfanatikern hochwillkommen: Sie helfen schnell und effizient Beweise für Risse verschwinden zu lassen. Entweder werden Wolfsopfer – dead or alive – in windeseile vertilgt, und so DNA Spuren vernichtet, und die Todesursache kann am Gerippe auch nicht mehr festgestellt werden. Oder die Geier lassen Ohrenmarken mitgehen. Ohne DNA Spuren, Todesursache bzw. Ohrenmarke rechnen die edlen Tierfreunde im BAFU den Riss nicht an! Eine echt gute Sache. So können die rasch steigenden Risszahlen „tief“ geredet, und Abschüsse verhindert werden. In Spanien und Frankreich, wo bereits grosse Gänsegeierpopulationen leben, klappt das wie am Schnürchen.

Aber vielleicht haben die Raubtierfanatiker die Rechnung ohne den Wirt gemacht …

2. Wandern mit Geiern

Wie bereits berichtet, wurde 2013 in Frankreich eine abgestürzte Wanderin von Geiern in kürzester Zeit vertilgt – übrig blieben lediglich ein paar Effekten und Knochen. Gänsegeier stürzen sich auf noch lebende Wesen. Das wird zwar von vermeintlichen Vogelexperten – wie Livio Rey von der Vogelwarte Sempach – vehement bestritten. Aber alles leugnen hilft nichts: es ist wissenschaftlich (siehe Anmerkung unten), und auch mit etlichen Filmen und Augenzeugenberichten eindeutig belegt.

Wie wird dieser Grossraubtier-Schlamassel wohl noch enden im Wanderland Schweiz? Es kommen ja auch immer wieder mal Leute vom Weg ab, und bleiben dann im unwegsamen Gelände verletzt liegen. Da dürfen wir gespannt sein, wie sich die Stimmung gegenüber diesen Grossraubtieren ändert, wenn die Gänsegeier schneller als die Rega sind.

Anmerkung zu wissenschaftlichen Belegen:
1. Ein ziemlich gruseliger spanischer Forschungsartikel berichtet über die Tötung eines alten Schafes durch Gänsegeier hier.

2. Dann gibt es noch einen Artikel aus dem Jahr 2019, der eindeutig von geierbegeisterten Forschern verfasst wurde. Schon im Abstrakt ihres Papers bemängeln die Autoren, dass die Bauern sich zu wenig über Geier informieren, und ihnen zu wenig Futterstellen zur verfügung stellen (sic!). Als nächstes behaupten die Autoren, dass die Bauern sich die Grausamkeiten, welche die Gänsegeier an ihren Haustieren verüben, nur einbilden, und falsch beobachten würden (siehe dazu auch die Filme unten…). Das ist dann auch ihre These, die sie mit ihrem Paper zu belegen versuchen. Soviel zur Objektivität der Forscher. Wenigstens wurden bei der Kadaverbeurteilung der Geieropfer Tierärzte beigezogen, die feststellen sollten, ob das Opfer noch gelebt hat, als die Geier ihr Werk begonnen haben. Obwohl diese Untersuchungen nicht immer zu einem klaren Ergebnis führten, und als eher schwierig zu beurteilen sind, wurde bei 24% der Opfer festgestellt, dass sie noch gelebt haben.

Insgesamt wurden 82 Reporte der Jahre 2007-14 aus “Grands Causses” in Frankreich für die Studie analysiert. Bei 63 Reporten waren Gänsegeier vor Ort involviert. Die tierärztliche Untersuchung ergab, dass bei 15 Fällen, was 24% entspricht, die Opfer noch gelebt haben, als die Geier sie attackierten. Bei 9.5% der Fälle war keine eindeutige Antwort möglich, ob das Opfer noch lebte, oder nicht. Bei 18% der noch lebenden Opfer waren trächtige Tiere betroffen, die gerade ihr Junges zur Welt gebracht hatten. Bei 6% der noch lebenden Opfer lag in unmittelbarer Nähe ein totes Tier, und die Geier attackierten dann halt noch den lebenden Nachbarn … Futter ist Futter. Die Studie beweist somit eindeutig, dass noch lebende Haustiere von den Geiern angefallen und gefressen werden. Die Opfer werden von den Geiern getötet, bei lebendigem Leib zerhackt. Auch wenn die Studienautoren versuchen, das Ganze – wie bei Grossraubtierfans üblich – kleinzureden, indem sie behaupten, das Opfer sei halt immobil gewesen, wegen einem Beinbruch oder der soeben erfolgten Geburt. So im Stil: selber Schuld, wenn Du nicht fliehst. Der zynische Schluss der Forscher ist dann, dass die Geier nicht der primäre Grund für den Tod des Opfers waren ! Zu diesem Thema bitte auch die folgenden Filme ansehen.

3. Ein Film aus Spanien dokumentiert, wie eine Meute von Geiern eine Schafherde in Siedlungsnähe attackiert. Auf der verlinkten Seite bitte etwas nach unten scrollen, da ist der Film verfügbar.

4. Hier ein Film, wie ein Schaf von Geiern gejagt und getötet wird.

Ein Kommentar

  1. Christoph said:

    Es wäre eine klare Verletzung von Menschenrechten das Eigentum der Bauern zu konfiszieren um ein Wildnisgebiet künstlich zu schaffen.
    Also muss die Rechtsverletzung kaschiert und getarnt werden:
    Durch gesetzlich geförderte Ansiedelung von Wildtieren wie Wolf, Bär & Co wird kontinuierlich Druck auf Bauern ausgeübt, bis diese „freiwillig“ die Bewirtschaftung aufgeben.
    Die Geier sind ein weiterer Baustein in der Entrechtung einer Minderheit.

    21. Januar 2022
    Reply

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