Im Reich der Lügen

Der gute Baron von Münchhausen hätte heutzutage alle Hände voll zu tun im Pro-Wolf-Lager. Eine Unwahrheit jagt die andere. Ich bin nach dem intensiven Studium all dieser Pro-Wolf-Argumente zum Schluss gekommen: traue nie einem Pro-Wölfler. Da wird vertuscht, beschönigt und verdreht, dass einem ganz übel wird. Die können ja auch unmöglich ehrlich sein, denn sonst würde schnell klar: Wölfe leben in unserer Kulturlandschaft nicht natürlich, die Wiederansiedlung hat mit Natürlichkeit rein gar nichts zu tun. Sondern eher mit den abstrusen Wünschen einer wolhlstandsverwöhnten, dekadenten kleinen Gesellschaftsschicht.

Hier nun die 5 grössten Unwahrheiten, an denen auch der Lügenbaron seine helle Freude hätte.

1 Artenschutz

Der Artenschutz ist unnötig, denn weder Wolf, Bär, noch Luchs sind vom Aussterben bedroht. Der Genpool, aus dem die hiesigen Tiere stammen, ist stabil und intakt, und bedarf keines Schutzes. Es gibt deutlich zu viele von all diesen Raubtieren. Es braucht keine zusätzliche „Vermehrungsregion“ in Mitteleuropa und der Schweiz. Der hier momentan geltende hohe Schutzstatus ist rechtlich unhaltbare. Darauf gehen wir ein andermal genauer ein.

2 Der Wolf ernährt sich hauptsächlich von Wildtieren, wie Hirschen

Nein, zu einem grossen Teil von Haustieren! In Deutschland leben sogar Rudel, die sich auf Haustiere spezialisiert haben. Eine Italienische Doktorarbeit von Daniele Regine, die vom Doktorvater Luigi Boitani (auch Wolfspapst genannt !) betreut wurde, hat die Ernährung von Wölfen im Piemont anhand von Kotproben analysiert. Keine einzige der untersuchten Wolfspopulationen ernährte sich ausschliesslich von Wildtieren. Im Sommer ernährten sie sich je nach Region, zwischen 20 bis 47% von Haustieren. Im Winter gingen die Zahlen teilweise zurück, aber nicht überall. Beispielsweise in der Region Tanaro, wo bei mildem Wetter die Haustiere auch im Winter draussen gehalten werden, nahmen die Haustierrisse sogar noch zu. Von rund 24% im Sommer, auf über 42% im Winter. Ob die Haustier-Risszahlen in Tat und Wahrheit nicht noch viel grösser sind, ist fraglich. Einerseits, weil die Sammlung der Kotproben bei dieser Forschungsarbeit unserers Erachtens eher stochastisch erfolgte. Und weil der Doktorvater ein extremer Wolfsbefürworter ist, und vermutlich schon Mühe hatte, diese für den Wolf unvorteilhaften Daten zu publizieren.
Die Umweltverbände betonen immer, dass Hirsche die „Lieblingsspeise“ der Wölfe seien. Wie obige Ausführungen belegen, stimmt das nicht. In Graubünden gibt es auch 2021 so viele Hirsche, dass die Jäger aufgefordert werden, in einer Nachjagd über 2000 Hirsche zu erlegen! In der Surselva mit sehr hoher Wolfsdichte wurde festgestellt, dass die Reh- und Gämsenpopulation zurückgegangen ist. Die rennen eben doch noch etwas langsamer, als die Hirsche. Aber immer noch schneller, als die Haustiere.
Fazit: Die Wölfe leben kein natürliches Leben hier in Mitteleuropa. Das wussten schon unsere Vorfahren. Die Raubtiere konzentrieren sich viel zu stark auf die unnatürlich leichte Beute Haustier, die praktisch omnipräsent ist! Und dieser Umstand ermöglicht ihnen eine unnatürlich gute Reproduktion, sowie das Überleben von Einzeltieren, Alten und Kranken, die in der richtigen Natur niemals eine Chance hätten. Wölfe leben massgeblich auf Kosten unserer Nutztiere.

3 Grossraubtiere bringen die Natur zurück.

Unsere Natur profitiert nicht im geringsten von der Rückkehr der Grossraubtiere. Dazu existiert keine einzige wissenschaftliche Studie. Alles bloss haltlose Behauptungen. Im Gegenteil: überall, wo Alpen aufgegeben werden, wird eine Verbuschung, und ein Rückgang der Blumenvielfalt beobachtet. Die Verbuschung muss dann mit teuren Massnahmen, wie Abbrennen oder Abholzen, bekämpft werden. Gemäss Gehrig-Fasel et al. ist die Aufgabe von Landwirtschaftsflächen einer der wichtigsten Gründe für die Zunahme von Waldflächen. Keine einzige seltene Blume wächst mehr, keine einzige seltene Wildbiene fliegt mehr. Die ungehinderte Verbreitung der Schadstifter schadet der Biodiversität massiv. Sie rotten seltene, leichte Beutetiere, wie Mufflons aus. Auch andere, seltene Wildtiere, wie Schneehühner, oder Hasen werden Opfer der Wölfe.

4 Friedliche Koexistenz ist möglich dank Herdenschutz

Eine weitere grosse Lüge. Mit bösen Folgen für Mensch und Tier. Nur Zäune für Wolfsgehege, wie in den Tierparks, würden einen sicheren Schutz bieten. Alles andere ist untaugliche Kosmetik. Es wird nie ein friedliches Nebeneinander geben in unserer Kulturlandschaft. Schon gar nicht mit einem derart grossen Anteil von Haustieren bei der Wolfsnahrung, siehe Punkt 2. Den Weidetierhaltern wird eine vernünftige Nutzung ihres Eigentums, ihres Weidelandes, verunmöglicht. Nur schon diese Tatsachen verhindern einen „Frieden“. Angesichts der Unmöglichkeit, die eigenen Tiere vor den Wölfen zu schützen, ist ein zermürbender Dauer-Krieg und Stress, wie er bereits seit Jahrzehnten in Frankreich, Deutschland oder Rumänien zu beobachten ist, vorprogrammiert. Ein französischer Schafhalter hat es einmal so formuliert: „Man muss heutzutage schon masochistisch veranlagt sein, wenn man weiterhin Schafe hält.“ Das alles treibt die im Stich gelassenen Weidetierhalter in die Verzweiflung, und spaltet die Gesellschaft.
Nicht nur die Weidetiere, sondern auch die Wildtiere erleiden Höllenqualen. Wildruhezonen werden verunmöglicht. Die Opfer oft zu Tode gefoltert, oder schwerstverletzt wie Abfall liegen gelassen. Der Tierschutz wird in unserer zivilisierten Gesellschaft zur Makulatur.

5 Die meisten gealpten Schafe sterben an Krankheiten

Diese kreuzfalschen, veralteten Zahlen der Alpfutur-Studie aus dem Jahr 2011 geistern immer wieder in etlichen Kommentaren und Artikeln der Pro-Wölfler herum. Dies sind meist Leute, die einfach immer und immer wieder völlig unkritisch die Standardsätze repetieren, ohne jemals deren Wahrheitsgehalt geprüft zu haben, weshalb auch? Die Ergebnisse der Alpfutur Studie zu den Abgangsursachen und deren Häufigkeiten ist derart falsch und völlig veraltet, dass das ewige Zitieren schon wirklich nervtötend ist. Siehe hier. Jeder der mit den Ergebnissen argumentiert, macht sich a priori unglaubwürdig.

3 Comments

  1. Christoph said:

    Die Mehrheit der Menschen will den Wolf nicht, nur eine Minderheit will den Wolf.
    Um eine demokratische Ligitimierung zu erhalten, wird ein Grossteil der Bevölkerung über den Wolf und seine Auswirkungen belogen. Mit der so erlangten Scheinlegitimität wird einer Minderheit am Land der Wolf aufgezwungen.
    Was diese Menschen denken und fühlen oder für Rechte haben ist Nebensache.

    Der Wolfsschutz erbaut auf den Fundamenten Menschenverachtung und Lug und Betrug.

    3. November 2021
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  2. Bodicea said:

    Das letzte mal, als jeman Grossraubtiere vor Menschenwürde stellte, war, als im KZ Buchenwald sie Menschen neben dem Bärengehege wie die Fliegen starben, die Raubtiere aber nur mit dem besten Fressen versorgt wurden…

    4. November 2021
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    • anna said:

      Das ist erschreckend, aber leider wahr! Danke für Ihre Rückmeldung.

      4. November 2021
      Reply

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